Am zweiten Donnerstag im Dezember zieht die Wilde Jagd im Gebiet des Untersberges übers Land. Sie pocht ans Fenster der Bauernhöfe und ruft: "Glück hinein, Unglück heraus, es geht das wilde Gjoad ums Haus!"

Zu Trommel- und Schwegelpfeifenklängen werden von den zwölf Gestalten mystische Tänze aufgeführt. Dann, so plötzlich wie sie aufgetaucht ist, verschwindet die Wilde Jagd wieder in der dunklen Dezembernacht.

Die zwölf Gestalten sind: Der Vorpercht, der Tod als Rufer, eine Hexe, das Hahnengickerl, der Riese Abfalter, ein Rabe, ein Habergoaß, ein Moosweiberl, ein fetter Bär mit seinen Teibern, eine zottelige Saurüsselmaske, ein Wildmann und ein Baumwercher.

 

Dieser Brauch entstand durch die Sage der Wilden Jagd, den Figuren der Untersbergsagen und den Perchten.

Die Wilde Jagd war nach 1880 lange Zeit verschwunden, und wurde dann vom Verein "Jung Alpenland" um 1943 wieder ins Leben gerufen.