Die Schnabelperchten sind ausschließlich in Rauris (Salzburg) unterwegs. Sie treten am Vorabend zu Dreikönig auf und zählen zu den "Vogelperchten", eine ganz spezielle Art der Perchten.

Bei Einbruch der Dunkelheit  ziehen sie von Haus zu Haus und kündigen ihr Kommen mit lautem Geschrei an.

Bekleidet sind die Schnabelperchten mit alten, geflickten Kitteln und an den Füssen tragen sie grosse,  aus Stroh geflochtene Schuhe. Aus einem Tuch wird ihr ca. 60cm langer Schnabel kunstvoll gefaltet, und bildet das Hauptmerkmal eines Schnabelpercht.

Ausserdem tragen die Perchten drei Utensilien bei sich: Einen Besen um den Unrat der sich in den Stuben angesammelt hat zu fegen. Eine Schere zum "Bauchaufschneiden", und einen Korb am Rücken.

Der Brauch besagt das denjenigen deren Stube nicht sauber ist, der Bauch aufgeschnitten wird, um den Unrat hineinzustopfen. Am Abend vor Dreikönig gibt es in Rauris also nur blitzblanke Häuser und brave Kinder.

Beim Verlassen des Hauses wird den Schnabelperchten entweder eine kleine Gledspende übergeben (für wohltätige Zwecke), oder ein Schnapserl in den Schnabel gesteckt.