Dieser heidnische Brauch  wurde in einer Zeit als die Menschen noch von und mit der Natur lebten geschaffen, um der dunklen Zeit des Winters, die als Bedrohung empfunden wurde, etwas entgegenstellen zu können. Der Krampus diente dazu die bösen Geister des Winters in die Flucht zu schlagen und somit den Menschen ihre Angst zu nehmen indem sie sie vertrieben.

Der Name Krampus stammt aus Wien, und hatte seinen Ursprung in finsteren Figuren die aus Dörrobst gefertigt wurden (z.B. Zwetschgenkrampus). Noch heute wird in vielen Dialekten Österreichweit etwas lebloses, vertrocknetes, verblüht- oder verdorrtes als „Krampn“, „Krempn“ oder „Krampas“ bezeichnet. Krampus: „vertrocknet, verdorrt oder leblos“. Sinn und Zweck dieser Figuren war es die bösen Geister und Dämonen zu versinnbildlichen, denn alles was man sehen und anfassen konnte war nur mehr halb so schlimm!

Der Krampusbrauch war ursprünglich in ganz Österreich verbreitet, und wurde dann in der Zeit der Inquisition verboten, da es bei Todesstrafe niemandem erlaubt war sich als teuflische Gestalt zu verkleiden.

Dieser Brauch überlebte also nur in den im Winter schwer zugänglichen Alpen-Regionen wo er sich bis heute gehalten hat.

Der Krampus wurde immer so dargestellt wie es die Menschen der jeweiligen Zeit sich furchtbarer nicht vorstellen konnten, und sein Aussehen veränderte sich dadurch ständig.

So gab es z.B. Krampus-Masken mit Rüsseln und viele andere Furcht erregende Formen. Er sollte Reisszähne haben und doch wiederum menschliche Züge, um darzustellen das er vom Menschen geschaffen war.

Seine Hörner bekam er erst durch eine spätere Epoche und die Katholische Kirche.

Der Krampus vertreibt die bösen Geister mit verschiedenen Utensilien.
Die Krampusrute ist ein Fruchtbarkeits-Symbol die ursprünglich aus Birkenzweigen hergestellt war und mit einem roten Schnürband gebunden wurde.
Die Birke als Symbol des wieder beginnenden Lebens (Birken tragen schon in den Wintermonaten Knospen) und das rote Band als Symbol des Blutes.
Ein Streif mit der Rute brachte Glück und Fruchtbarkeit für denjenigen der den schmerzhaften Schlag ertragen musste.
Heute tritt der Krampus auch oft mit einem Ross-Schweif statt der Rute auf.
Dieser stammt eigentlich aus dem Perchten-Brauch, ist aber in den letzten Jahren, neben dem Kuhschwanz  und der rasselnden Kette, den Schellen oder Glocken, immer öfter auch beim Krampus zu sehen!